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Was ist Musiktherapie?
Die bunte Palette an Empfindungen die Musik in uns auslösen kann ist jedem Einzelnen von uns vertraut. Die Vielfältigkeit der Stimmungen reichen von Wohlgefühl, Freude und Ausgelassenheit bis zu Traurigkeit und Melancholie. Musik läßt Gefühle in uns lebendig werden. Erinnerungen die mit der Musik verbunden sind, können in uns geweckt werden. Musik kann uns helfen, uns zu entspannen, loszulassen und neue Energie zu tanken. Die Lust auf Bewegung erwacht bei der entsprechenden Musik in unserem Körper.
Musik ist für unser menschliches Sein vergleichbar mit einem Lebensmittel, wie ein Vitamin, daß auf jeden Menschen wirkt.
Als Musiktherapeut arbeite ich mit dem was Musik auslöst
Indikationen/Anwendungsgebiete
Musiktherapie (MT) richtet sich vor allem an Menschen (Erwachsene, Jugendliche und Kinder) mit psychosomatischen Erkrankungen, Konzentrations- Kommunikations- und Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivität, akuten Krisen, Störungen aus der vorsprachlichen Zeit (Persönlichkeitstörungen und Kontaktstörungen), Formen von Sprachlosigkeit, geistiger oder körperlicher Behinderung (z. B. Autismus).
Durch das frei improvisierte, musikalische Spiel werden Stimmungen und Gefühle der Klienten hörbar. Mit Hilfe der Musik erfährt der Klient etwas über sich selbst und kann gemeinsam mit dem Therapeuten neue Wege zu einer besseren Krankheitsbewältigung beschreiten.
Ebenso können motorisch eingeschränkte Klienten angeregt werden mit Instrumenten umzugehen und nicht bekannte motorische Fertigkeiten zu entwickeln. Auf Grund des einfach zu spielenden Instrumentariums eignet sich Musiktherapie für jeden Menschen. Es sind keine musikalischen Vorkenntnisse erforderlich!!
Die von mir angebotene Musiktherapie orientiert sich am Verfahren der Integrativen Therapie (FPI/EAG).
Dabei steht der Klient/Patient im Vordergrund. Wo gibt es Defizite oder Stärken, was gibt es für Wünsche, was soll aus der Sicht des Klienten verändert oder gefördert werden.
Hieraus werden gemeinsam Therapieziele formuliert. Dabei richtet sich das therapeutische Handeln immer nach diesen bestimmten Zielen. Auf diese Ziele abgestimmt werden Methoden und bestimmte Behandlungstechniken Im Vordergrund steht immer die tragfähige empathische Beziehung zwischen dem Klienten und Therapeuten. Grundlage der Behandlung sind immer die Probleme der gesamten Lebensspanne nicht nur Belastungen aus der Kindheit, sondern auch Schwierigkeiten der aktuellen Lebenssituation und Befürchtungen für die Zukunft. Dabei sind unterschiedliche Zugangsweisen mit verschiedenen Zielgruppen denkbar:
Rekreativ oder heilpdagogischer Zugang:
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Förderung und Stärkung des Selbstwertgefühls, Soziales Lernen, Entdeckung eigener Fähigkeiten im Spiel mit Musikinstrumenten, in der Gruppe und Einzeln. Indikationen: z.B.: Konzentrationsstörungen, Schulproblemen, geistige Behinderungen, Rett-Syndrom, Reifungsstörungen, chronischer Schmerz.
Übungszentriert-funktionaler oder erlebniszentrierter Zugang:
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Rhythmisches Erleben durch Trommeln in einer Trommelgruppe, rezeptive Musiktherapie, Musik und Entspannung, Tanzen, Singen, Musiktherapeutische Selbsterfahrung, Freie Improvisation auf Instrumenten die sofort und für jede/n spielbar sind.
Konfliktzentriert-aufdeckender Zugang:
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene: PsychotherapieIndikationen: Menschen mit frühen Schädigungen Persönlichkeitsstörungen, Neurosen, Angststörungen (Phobien etc..), alles was in der individuellen seelischen Entwicklungsgeschichte im vorsprachlichen (präverbalen) Bereich liegt kann hier mit dem Medium Musik besonders gut ausgedrückt werden.
Die o.g. Zugänge stellen natürlich nur eine künstliche Trennung dar, die Bereiche werden sich in der Praxis oft überschneiden.
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